Salzlakenkäse

Unter Salzlakenkäse, oder auch Weiß-Laken-Käse, versteht man einen Käse der in Salzlake gereift ist.
Im Gegensatz zu anderen Käsegruppen findet die Reifung nicht in Keller statt, sondern in der Lake.
Typische Vertreter hierfür sind Feta, oft Ziegen und Schafskäse. Im Türkischen Supermarkt und auch griechischen Geschäften sind solche Käse oft anzutreffen. Manchmal ist der Käse auch unter dem Namen Hirtenkäse oder Balkankäse zu finden.

Der Salzlakenkäse zählt zu den halbfesten Schnittkäse, er hat eine bröckelige bis schmierige Konsistenz, je nach Härte und weist einen Fettgehalt in der Trockenmasse von 45% bis 60% auf. Innerhalb der Lake ist der Käse rund 6 Monate haltbar. Jedoch wird er, sobald er angebrochen ist, in kurzer Zeit zu sauer. Meisstes hat er eine weiße Farbe, kann bei Kuhmilch aber auch ins gelbliche übergehen. Er hat einen frischen, säuerlich, leicht salzigen Geschmack. Der Salzlakenkäse hat ein Wassergehalt von maximal 54%. Der Käse ist sowohl in Salzlake, als auch in Olivenöl eingelegt, im Handel erhältlich.

Die Herstellung erfolgt unter Zugabe von Labstoffen. Nach rund einer Stunde ist die Milch zu einer Gallerte geronnen. Im Anschluss wird die überschüssige Molke abgesondert, das geschieht indem der Käse in einem Tuch aufgehängt wird. Im Anschluss wird der Käse ausgepresst, um das letzte bisschen Molke zu entfernen. Die aufgefangene Molke dient zur Herstellung der Salzlake. Die Salzlake enthält rund 20% Salz. Nun darf der Salzlakenkäse 1 bis 2 Monate in der Lake eingelegt reifen. Während er eingelegt ist muss der Käse vollständig mir Lake bedeckt sein.
Wenn der Käse fertig gereift ist wird er zur Aufbewahrung in eine Lake gefüllt die nur 12% Salz enthält. Ein Liter Milch wird benötigt um 200g Salzlakenkäse herzustellen.