Romadur

Weichkäse aus Deutschland mit 20% i. Tr. Fettgehalt


CC 3.0 / od. Eigene Produktion

Der Romadur ist ein Rotschmiere-Käse, ähnlich wie der Limburger. Seine ursprüngliche Heimat hat der Romadur in Belgien, heute wird er vorwiegend in Deutschland, speziell im Allgäu hergestellt. Die Namensgebung des Romadur ist nicht genau geklärt. Manche Quellen verweisen auf das französische Wort "remoudre", was soviel bedeutet wie: "nochmals melken". Ebenso gibt es die Theorie das er den Namen von einem spanischen Ziegenkäse, dem "ramdon" hat. Ramade bedeutet Schafherde. Die Belgier brachten eine Käse namens Remoudou heraus ein sogenannter Herver Käse. Der Agrarreformer Carl Hirnbein brachten den Romadur im Jahre 1830 von seinen Studienreisen mit ins Allgäu.

Der Romadur wird meist in Stangen- oder Klotzform, bei einem Gewicht von 100 bis 130 Gramm, angeboten. Seine leicht klebrige Rinde ist elastisch und hat eine orangene bräunlich-rote Farbe. Der anfänglich weiße Teig wird mit zunehmender Reife hellgelb bis cremfarben. Geschmachlich ist er am Anfang mild, wird mit zunehmender Reife aber pikanter.

Bei der Herstellung wird die Milch mit Milchsäurebakterien versetzt und im Anschluss mit Lab dick gelegt. Anschliessend wird der Käse mit der Käseharfe gebrochen in Haselnuss-großen Bruch. Der so erhaltene Bruch wird in Abtropfformen gegeben, wo er unter mehrmaligem wenden seinen Molkeanteil verliert. Nach dem Abtropfen wird er 12 bis 16 Stunden in Salzlake gebadet. Der letzte Schritt ist die Reifung für 8 bis 14 Tage bei 14 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit um 90%. Während der Reifung wird der Käse durch Einreiben mit Rotschmierebakterien (Brevibacterium linens) bearbeitet.

Man kann den Romadur gut mit Zwiebel oder sauren Gurken verspeisen. Auch für die Allgäuer Kässpätzle eignet er sich bestens.